Über uns

Allgemeines über traditionelles Wushu/ Kung Fu

Die chinesischen Kampfkünste sind in der heutigen modernen Zeit bekannt unter dem Namen Kung Fu oder Gongfu (Harte Arbeit, Geschick, Fertigkeiten).

Gongfu bedeutet sinngemäß Zeit, Mühe und Kraft, die zum Erlernen einer besonderen Fähigkeit eingesetzt wird. Diese Fähigkeiten beziehen sich nicht nur auf Kampfkunsttechniken, sondern auch auf die Fertigkeiten eines Bildhauers, Künstlers, Dichters, etc.

Der Begriff "Gongfu" wird in der Volksrepublik China relativ wenig benutzt. Er stammt vorwiegend aus dem kantonesischen Dialekt aus Süd-China, hauptsächlich aus Hong Kong. Da sehr viele kantonesisch sprechende Chinesen nach Amerika ausgewandert sind, hat sich zuerst dort und später auf der ganzen Welt Gongfu oder Kung Fu durchgesetzt. In China bevorzugt man die Bezeichnung Wushu (Kriegskunst) oder Quanfa (Fausttechnik).

Das traditionelle Wushu darf nicht mit dem "modernen Wushu" verwechselt werden.
Modern Wushu bezeichnet eine Auswahl aus der großen Anzahl der alten Kampfkünste, welches in China zu einem zusammenhängenden Kampfkunstpaket vereinigt wurde und als Nationalsport zählt. Viele Verächter nennen es das Kunstturnen der Kampfkünste oder auch das "Show-Kung Fu". Doch vergessen diese, dass selbst für diese körperlichen Höchstleistungen, was die Sportler erbringen, hart gearbeitet wird!

Das Modern Wushu wird heute unter drei Gesichtspunkten klassifiziert und von der chinesischen Regierung gefördert:

1. als sportlicher Wettkampf

2. als Demonstrationen

3. als Freikampf

In den fünfziger Jahren rief die Sportkommission von China bekannte Experten der traditionellen chinesischen Kampfkünste nach Peking, die die populärsten Stile auswählen sollten, um daraus eine einzige Kunst zu machen, die man als Modern Wushu bezeichnen sollte. Die traditionellen Aspekte sollten daraus verschwinden oder auf ein Minimum reduziert werden. Dafür sind die meisten Formen sehr akrobatisch, werden aber von den traditionellen Quanfa Lehrern nicht als Kampfkunst akzeptiert. Das Modern Wushu wird als Leistungssport gesehen, während das traditionelle Wushu sich nicht nur auf das Trainieren des Körpers konzentriert, sondern auch auf die Schulung des Geistes, moralischer Tugenden, den mentalen Kampf gegen seine eigenen schlimmen Gewohnheiten und der Verteidigung von Freunden und Familien. Im Gegensatz zum Modern Wushu, geht es im Quanfa um geistige Weiterentwicklung und der Überwindung des eigenen Ichs.

Trainingsinhalt

Stilrichtungen: - Chang Quan (Lang Faust Stil)

- Shaolin Stil

- Qi Xing Tang Lang Quan (7 Sterne Mantis Stil)

- She Zhang (Schlangen Hand)

- Gou Quan (Hunde Faust)

- Ditang Quan (Boden Stil)

- Nan Quan (Süd Faust)

- Hu Zhua (Tiger Pranke)

- Ying Zhao Quan (Adlerklaue)

- Hou Zhua (Affenpranke)

- Ba Xian Zui Quan (8 Unsterblichen Betrunkenen Stil)


Traditionelle Waffen: - Stock (Lang Faust & Shaolin Stil)

- Säbel (Lang Faust & Gottesanbeterin Stil)

- Verlängerter Säbel (Gottesanbeterin Stil)

- Süd Säbel (Süd Faust Stil)

- Hellebarde (Gottesanbeterin Stil)

- Langschwert (Gottesanbeterin Stil)

- Schwert (Klassischer & Betrunkenen Stil)


Graduierung im traditionellen Wushu:

Keine Schärpe

Weiße Seidenschärpe

Gelbe Seidenschärpe

Orange Seidenschärpe

Rote Seidenschärpe

Rote Stoffschärpe (Assistent/Übungsleiter)

Blaue Stoffschärpe (Lehrergrad)

Schwarze Stoffschärpe (Meistergrad)